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Kölner Kurrende

Gründung: 1970

Schwerpunktliteratur: A-cappella-Literatur sowie große Oratorien und Passionen

Mitgliederzahl: ca. 60 Sängerinnen und Sänger

Künstlerischer Leiter:
Michael Reif

Homepage: www.koelner-kurrende.de

 


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D E R   C H O R 

Die Kölner Kurrende wurde 1970 von Elke Mascha Blankenburg gegründet und bestand zunächst als Kinder- und Jugendchor innerhalb der evangelischen Christusgemeinde in Köln-Dellbrück, wo Elke Mascha Blankenburg eine Anstellung als Kantorin innehatte.
1974 wurde die Kölner Kurrende ein gemischter Chor und trat mit Werken der a-cappella-Literatur von der Renaissance bis zur Avantgarde und den großen Oratorien der Musikliteratur an die Öffentlichkeit.

Seit 1981 war der Chor mehrfach Preisträger nationaler und internationaler Chorwettbewerbe. Diverse Schallplatten- und CD-Einspielungen (z.B. "Petite Messe Solennelle" von Gioachino Rossini, "Psalmkantaten" von Marianna Martinez) sowie Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen wurden produziert. 1986 war die Kölner Kurrende am Eröffnungskonzert der Kölner Philharmonie neben weiteren 5 Kölner Chören beteiligt. Seit dieser Zeit tritt der Chor regelmäßig in der Kölner Philharmonie auf.

Im Jahr 1990 erfolgte die Loslösung von der evangelischen Christus-Gemeinde in Köln-Dellbrück und die Gründung des Vereins Kölner Kurrende e.V als freier Konzertchor unter der Leitung von Elke Mascha Blankenburg. Gefördert durch den Deutschen Musikrat bereiste die Kölner Kurrende im April 1997 mit Händels "Alexanderfest" und einem A-cappella-Programm die Baltischen Staaten. 1998 fand eine Konzerttournee in die Toskana statt. 1999 übernahm die Kölner Kurrende die Chorpartien für die WDR Hörspielreihe "Die Säulen der Erde" nach dem Roman von Ken Follett.

Die Werke von Komponistinnen bildeten vor allem unter der Federführung Elke Mascha Blankenburgs einen Schwerpunkt im Repertoire der Kölner Kurrende. Die Entdeckung des Autographs zum "Oratorium nach Bildern der Bibel" von Fanny Mendelssohn-Hensel durch die Dirigentin führte 1984 zur Uraufführung dieses Werks durch die Kölner Kurrende. Weitere Kompositionen von Fanny Mendelssohn-Hensel wurden erarbeitet, so der "Lobgesang" oder ihre "Gartenlieder". Kantaten von Marianna Martinez, einer Haydn-Schülerin, folgten ebenso wie Werke von Lili Boulanger, die erstmals durch die Kölner Kurrende in der Kölner Philharmonie erklangen.

Im Februar 2000 übernahm Michael Reif die musikalische Leitung der Kölner Kurrende. Seinen Einstand gab er im März 2000 mit den "Exequien" von Heinrich Schütz im Altenberger Dom. Es folgten im Sommer 2000 eine Aufführungen der "Liebesliederwalzer op.52" von Johannes Brahms, sowie eine Kölner Erstaufführung der "Lenz- und Liebeslieder, op.72" des Schweizer Komponisten Hans Huber.

In verstärktem Maße widmet sich die Kölner Kurrende inzwischen der a-cappella-Musik. So konnte ein neues Programm erarbeitet werden, in dem die Chorliteratur des 20. Jahrhunderts einen großen Teil einnimmt. Teile des neuen Programms erklangen beim Weihnachtssingen Kölner Chöre in der Philharmonie, einer Veranstaltung des Arbeitskreises Kölner Chöre, sowie jüngst in St. Severin. Unter dem Motto „Klangbewegung“ kamen Stücke zur Aufführung, deren Wirkung durch Ausnutzen der räumliche Dimensionen des Kirchenraumes unterstrichen wurde.


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D E R   K Ü N S T L E R I S C H E   L E I T E R 

Michael Reif wurde in Lahnstein am Rhein geboren. Er studierte an der Universität Koblenz Schulmusik mit dem Hauptfach Klavier. Die erste Staatsprüfung legte er mit Auszeichnung ab und setzte seine Studien an der Folkwang-Hochschule, Abteilung Duisburg, mit den Fächern Klavier und Gesang fort. Von 1987 bis 1990 folgte das Studium der Chorleitung an der Musikhochschule des Saarlandes; die künstlerische Reifeprüfung legte er bei Prof. Volker Hempfling mit Auszeichnung ab.

Von 1990 bis 1999 war Michael Reif Direktor der Musikschule der Stadt Trier und fungierte als künstlerischer Leiter bei den Internationalen Meisterkursen Trier und den Festlichen Musiktagen in Trier. Seit 1999 ganz in Köln an der Rheinischen Musikschule tätig, leitet er den Musikzweig der Rheinischen Musikschule/Humboldt-Gymnasium. Michael Reif ist maßgeblich an der Aus- und Weiterbildung junger Dirigenten beteiligt. 1996 wurde er von Europa Cantat zur 1. Europäischen Akademie junger Chorleiter als Dozent nach Markoberdorf eingeladen. Er gibt regelmäßig Dirigierkurse in Deutschland, Italien und der Schweiz.

Michael Reif, Leiter des Gürzenich-Chors Köln und des Collegium Vocale Koblenz, übernahm im Februar 2000 zunächst die Vertretung für die erkrankte Elke Mascha Blankenburg, genau ein Jahr später erhielt er eine Festanstellung bei der Kölner Kurrende.
Im Jahre 1995 gab er sein Debüt in der Kölner Philharmonie und führte den Zyklus "Trionfo" von Carl Orff mit großem Erfolg auf. Seitdem ist der gebürtige Lahnsteiner regelmäßig als Dirigent in der Kölner Philharmonie, bei den Mendelssohn-Tagen in Koblenz, bei den Festlichen Musiktagen Trier und beim Festival Ascoli Piceno/Italien zu Gast.

 


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