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Gürzenich-Chor Köln
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Gründung: 1827
Schwerpunktliteratur: Chorwerke der Romantik und des 20. Jahrhunderts
Mitgliederzahl: ca. 85 Sängerinnen und Sänger
Künstlerischer Leiter: Michael Reif
Homepage: www.guerzenich-chor.de
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D E R C H O R
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Der Gürzenich-Chor Köln wurde im Jahre 1827 als Chor der "Concertgesellschaft zu Cöln" gegründet. Er blickt gemeinsam mit dem Gürzenich-Orchester auf eine lange Tradition im musikalischen Leben der Stadt Köln zurück. Die Leiter des Gürzenich-Orchesters waren somit auch immer gleichzeitig Dirigenten bei Konzerten mit dem Gürzenich-Chor.
Die musikalische Leitung und Einstudierung des Gürzenich-Chores nimmt seit Herbst 1994 Michael Reif wahr. Zu den Vorgängern von James Conlon, und damit auch zu den Dirigenten des Gürzenich-Chores, gehörten so berühmte Musikerpersönlichkeiten wie Konradin Kreutzer, Ferdinand Hiller, Franz Wüllner, Fritz Steinbach Hermann Abendroth, Eugen Papst oder von 1945-1974 Günter Wand. Unter dessen Leitung wurde einerseits die Tradition der großen Oratorien und Messen fortgeführt, andererseits kamen nun viele zeitgenössische Werke in das Repertoire des Gürzenich-Chores, die während der vorangegangenen Jahre nicht hatten aufgeführt werden können (u.a. Igor Strawinskys "Psalmensinfonie" oder Olivier Messiaens "Liturgien"). Der Chor wirkte im Zuge der nach Kriegsende stattfindenden Reorganisation des Kölner Konzertlebens bei zahlreichen Uraufführungen mit und gewann damit eine Tradition in der Aufführung zeitgenössischer Musik.
Nach Yuri Ahronovitch (1975-1986) und Marek Janowski (1986-1991) übernahm James Conlon den Gürzenich-Chor und führte mit ihm 1994 das "Stabat Mater" von Francis Poulenc auf. Desweiteren kamen hinzu: "8. Sinfonie" von Gustav Mahler; "Die Meistersinger" von Richard Wagner; "Rosamunde" von Franz Schubert; Die "9. Sinfonie" von Ludwig van Beethoven; "Wozzeck" von Alban Berg und die "Götterdämmerung" von Richard Wagner. Mit Volker Hempfling, der von 1983 bis 1994 die künstlerische Leitung des Chores übernahm, begann der Gürzenich-Chor Köln ein eigenständiges Konzertprofil zu entwickeln. Werke wie die "Hohe Messe h-Moll", die "Johannespassion" sowie die "Matthäuspassion" von Johann Sebastian Bach, Giuseppe Verdis "Requiem" oder "Golgotha" von Frank Martin wurden in eigenen Konzerten erfolgreich aufgeführt.
Mit dem derzeitigen Leiter des Gürzenich-Chores, Michael Reif, unternahm der Chor Konzertreisen nach Schwerin und Lecco/Italien und gastierte u.a. in Koblenz, Münster und Trier. Außerdem gibt der Gürzenich-Chor regelmäßig eigene Konzerte in der Kölner Philharmonie. Zu den in jüngster Zeit aufgeführten Werken gehören "Trionfi" von Carl Orff, "Das Lied von der Glocke" und "Moses" von Max Bruch, "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms,"Christus" von Felix Mendelssohn Bartholdy, "A Child of Our Time" von Sir Michael Tippett, "Dona nobis pacem" von Ralph Vaughan Williams, "Das Liebesmahl der Apostel" von Richard Wagner und das "Liverpool Oratorio" von Sir Paul McCartney.
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D E R K Ü N S T L E R I S C H E L E I T E R
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Michael Reif wurde in Lahnstein am Rhein geboren. Er studierte an der Universität Koblenz Schulmusik mit dem Hauptfach Klavier. Die erste Staatsprüfung legte er mit Auszeichnung ab und setzte seine Studien an der Folkwang-Hochschule, Abteilung Duisburg, mit den Fächern Klavier und Gesang fort. Von 1987 bis 1990 folgte das Studium der Chorleitung an der Musikhochschule des Saarlandes; die künstlerische Reifeprüfung legte er bei Prof. Volker Hempfling mit Auszeichnung ab.
Von 1990 bis 1999 war Michael Reif Direktor der Musikschule der Stadt Trier und fungierte als künstlerischer Leiter bei den Internationalen Meisterkursen Trier und den Festlichen Musiktagen in Trier. Seit 1999 ganz in Köln an der Rheinischen Musikschule tätig, leitet er den Musikzweig der Rheinischen Musikschule/Humboldt-Gymnasium. Michael Reif ist maßgeblich an der Aus- und Weiterbildung junger Dirigenten beteiligt. 1996 wurde er von Europa Cantat zur 1. Europäischen Akademie junger Chorleiter als Dozent nach Markoberdorf eingeladen. Er gibt regelmäßig Dirigierkurse in Deutschland, Italien und der Schweiz.
Michael Reif, Leiter des Gürzenich-Chors Köln und des Collegium Vocale Koblenz, übernahm im Februar 2000 zunächst die Vertretung für die erkrankte Elke Mascha Blankenburg, genau ein Jahr später erhielt er eine Festanstellung bei der Kölner Kurrende. Im Jahre 1995 gab er sein Debüt in der Kölner Philharmonie und führte den Zyklus "Trionfo" von Carl Orff mit großem Erfolg auf. Seitdem ist der gebürtige Lahnsteiner regelmäßig als Dirigent in der Kölner Philharmonie, bei den Mendelssohn-Tagen in Koblenz, bei den Festlichen Musiktagen Trier und beim Festival Ascoli Piceno/Italien zu Gast.
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